Auf den Schienen
Gratis bloggen bei
myblog.de

Vergessen
Du hast gesagt du hast mich vergessen, doch wie kannst du mich vergessen haben? Wir haben uns doch einmal geliebt? Du sagst du hättest das alles vergessen. Vergessen, dass wir uns kannten, vergessen wer ich war, vergessen, dass wir uns einst liebten. Wie kannst du das alles vergessen haben ……??? Ich kann das und will das auch nicht verstehen. Du kannst doch nicht 5Jahre einfach so vergessen haben. Es kann sein, dass du sie verdrängst doch vergessen?! Das glaub ich dir nicht. Ich glaube aber, dass du vergessen hast wie gut ich dich kannte und immer noch kenne. Schau mir in die Augen.
Deine Augen zeigen nicht dasselbe was du sagst. Du sagst, du hast mich vergessen und die Gefühle für mich sind schon lange weg. Doch deine Augen sprechen Bände von Trauer, Einsamkeit, Verlangen, aber auch von hass. Abgrundtiefen hass vermischt mit Wut. Ich weiß auch gegen wen dein hass gerichtet ist.
Ich spüre die Kälte die von dir aus geht und auf mich trifft. Noch versuchst du sie zu zurück zu halten, doch je mehr ich rede, je öfter ich dir in die Augen schaue um zu größer wird deine Wut. Sie wächst in dir. So kenne ich dich nicht. Während unsere Beziehung hattest du dich steht`s unter Kontrolle, warst der Ruhepol aber auch der Zerbrechliche. Ich war damals ungestüm, nicht zu Bremsen wollte alles erleben, Party, saufen bis zur völligen Erschöpfung. Mit dem wilden Party leben kamen auch die Affären wie von selbst. Du hast es dir eine Zeit lang angeschaut, weil du mich liebest. Hast mich gebeten damit auf zu hören, doch ich konnte nicht. War im Rausch habe nicht an morgen gedacht, sondern nur für den Moment gelebt.
So bist du mit schweren Herzen gegangen und ich habe dich beschimpft und gesagt ich brauch dich nicht. Damals brauchte ich dich auch noch nicht. Dachte ich zumindest, doch jetzt brauch ich dich mehr denn je.
Ich habe mich verändert, bin anders geworden. Doch brauchst du mich auch noch?
Ich schaue dich mit großen fragenden Augen an. Du blickst zurück, ich gehe unter, unter  deinem Blick ein. Von dir geht eine solche Kraft aus, dass ich Angst bekomme. D
Doch ist die Angst nicht so groß, wie die, dass du wieder gehst.
Ich fahre dir mit meiner Hand über Gesicht, meine Berührung bringt deine Wut zum überkochen. Du schlägst mir ins Gesicht und stößt mich weg. Von deinem heftigen Schlag taumel ich rückwärts, kann mein Gleichgewicht nicht halten und falle unsanft auf den harten Boden auf.
Du stellst dich dicht neben mich, dein Gesicht ist Ausdrucks los. Ich wage es nicht mich zu Bewegen, schließe die Augen, da ich sehe wie deine Hand zum nächsten Schlag ausholst. Ich spüre wie deine Hand nach unten zu mir schnellt, doch kurz vor meinem Kopf stoppt sie ab. Ich höre dich schwer Atmen. Du kämpfst mit dir selbst, willst mir alles das heimzahlen was ich dir angetan habe, doch kannst du das?
Deine Hand senkt sich weiter doch nun langsam. Sie berührt meine Haare. Ich wage kaum zu Atmen, deine Berührung war wie ein Elektrischer Schlag für mich. Du kniest dich neben mich. Drehst mich auf den Rücken. Ich traue mich nicht dir ins Gesicht zu sehen verstecke es hinter meine Händen. Du schiebst sie sanft weg. Ich sehe in deine dunklen Augen, wo jetzt keine Spur mehr von hass zusehen ist. Ich will was sagen, doch du lässt mich schweigen. Du sagst ich solle aufstehen. Der Ton in deiner Stimme lässt mich schnell aufstehen. Ich stehe vor dir, du überragst mich um zwei Köpfe und ich weiß, dass ich dir hilflos ausgeliefert wäre. Du kommst ganz dich an mich ran, umfasst mein Gesicht mit beiden Händen und küsst mich. Danach drehst du dich um und gehst.