Auf den Schienen
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Monas Haar wehte ihr ins Gesicht, nasser kalter Regen überströmte ihr Gesicht, ihr Finger zitterten. Sie schloss die Augen und wünschte sich fest, dass das alles nie passiert wäre. Ihr Körper bebte, als sie daran dachte was sie getan hatte. Es hatte keine 10Minuten gedauert und die letzte Lebenskraft ihres Freundes verlor sich im nichts. Er hatte sie betrogen und das nicht einmal, hatte sie aus gelacht, weil sie ihn so sehr liebte, da konnte sie nicht anderes. Es war doch auch nur ein kleiner Tropfen Gift, er sollte nicht sterben, er sollte nur endlich schweigen und aufhören sie zu belügen, doch seinen Tod wollte sie nicht. Wie im Trance fing Mona jetzt wieder an zu laufen, sie rannte weg, weg vor ihrer Vergangenheit, doch egal wie weit, wie lange, wie schnell sie lief, die Bilder in ihrem Kopf blieben, wie er da so hilflos auf dem Boden lag, sich krümmte vor schmerz und dann war auf einmal alles vorbei gewesen. Ihr Kopf hämmerte, ihr Herz raste, ihre Lunge drohte zu explodieren sie bekam kaum noch Luft, ihre Kräfte waren am Ende, ihre Beine trugen sie nicht länger.  Sie schlug auf den harten Asphalt unsanft auf. Mona lag regungslos da und starrte die schwarze nasse Straße an. Während sich ihr Blut langsam mit den Wasserstraßen vermischte. Grelles Licht blendete sie in diesem Augenblick, ein Auto näherte sich mit gewagtem Tempo. Etwas in Monas Kopf sagte ihr, dass sie aufstehen musste, dass sie dort weg musste sonst wäre sie ebenfalls Tod. Wie von Geister Hand gesteuert stand sie auf, sie stand genau im Licht der beiden Scheinwerfer………

Lautes Hupen, Bremsen quietschen und der Baum am Straßenrand stöhnt auf. Mona stand noch immer unverändert auf der Straße und schaut zu wie Flammen aufsteigen. Ein schrei ertönte, doch die Flammen ersticken ihn in kürzester Zeit. Und Mona dreht sich um und lief los, sie lief wieder davon bis zu nächsten Sturz auf die nasse kalte Straße.